![]() |
www.nge-austria.at Büro 0049-641-494 100 13 Fax 0049-641-494 100 14 Telefonisch sind wir in Österreich erreichbar unter: +43-(0)720-513797 |
Impulstag |
9 Wege mit Gott: Die Beziehung gestalten |
|
Nachdem der Impulstag in der Katholischen Kirche in Lüneburg (St. Marien) stattgefunden hat, haben drei Teilnehmer ein Statement für die Kirchenzeitung "Salz der Erde" geschrieben. Wir haben von den Autoren die Genehmigung erhalten, diese hier zu veröffentlichen:
|
|
Neun Wege mit Gott. „Ganz schön viel!“, war mein erster Gedanke. „Wie sehen die wohl alle aus?“ Herr Schippers hat sie lebhaft geschildert. Im Gespräch mit anderen wird mir klar, welche dieser Wege ich kenne und beschreite. Der „rechtgläubige“ Weg z.B. ist mir fremder, der „missionarische“ vertrauter. Alle Wege gründen auf drei verschiedenen Zugängen zu Gott: Kopf, Hand und Herz. Über den Kopf nähere ich mich Gott rational – in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung oder im Nachdenken über sein Wort. Mit der Hand suche ich durch mein Tun die Nähe zu Gott – durch Dienste für andere in Wort und Tat. Mit dem Herzen spüre ich Gottes Nähe – dass ich sein geliebtes Kind bin, dass er mir nahe ist. Schlagartig ist mir klar: Bei mir ist es das Herz. Meiner Meinung nach ist es bei jedem der Zugang, über den er Gott zum ersten Mal erfahren hat. Die anderen beiden kommen dann automatisch hinzu. Denn zu einem Leben im Glauben gehören Kopf, Hand und Herz – Denken, Handeln und Fühlen. Und wer weiß: Brauche ich vielleicht alle Wege, um mich Gottes Größe und „Unbegreiflichkeit“ nähern zu können? Auf jeden Fall brauche ich Menschen, eine Gemeinschaft. Die vielen intensiven Gespräche haben mir gut getan – und mich neugierig darauf gemacht, wie andere ihren Glauben verstehen und leben. Es war schön für mich, so viele Menschen aus der Gemeinde kennenzulernen. Ein rundum bereichernder Tag. Viele Impulse zum Nachdenken nehme ich mit. Viele Begegnungen wirken nach. Erfüllt von Gottes Nähe gehe ich nach Hause. V. S. |
|
Zunächst einmal war es wunderbar, dass es für diesen Tag
eine Kinderbetreuung gab, somit konnte ich mit meiner Frau
gemeinsam diesen Tag erleben. Für mich waren 2 Aspekte prägend und wichtig: (1) Das Erkennen und die Erfahrung des eigenen (sinnlichen) Stils, Weges im Glauben zu finden und bestätigt zu bekommen. (2) Die Erklärung und Beschreibung der unterschiedlichen Glaubenswege (hier neun genannte) und anhand von Personen der Gemeinde vorgelebt zu bekommen. „Einheit in der Vielfalt“ ist meine Erkenntnis und Vision aus diesem guten und intensiven Tag in und mit der Gemeinde. Jeder dieser Wege steht nebeneinander, nicht nur wertfrei, sondern absolut notwendig. Noch mehr: damit die Gemeinschaft (der Gemeinde) in Balance ist, braucht sie die Verschiedenheiten; ohne Repräsentation aller Glaubensstile gerät die Gemeinschaft aus ihrer Mitte, in eine Schieflage! Das Leben mit Unterschieden ist ja auch gesamtgesellschaftlich gerade ein sehr aktuelles Thema, hierzu hat dieser Tag aus meiner Sicht sehr prägende Impulse für ein gelingendes Leben in Gemeinschaft erleben lassen. Als Kirchengemeinde können wir dazu ein Modell vorleben, das nicht nur Lebendigkeit und persönliche Zufriedenheit vermittelt, sondern auch den gelebten Glauben in die Gesellschaft trägt. T. K. |
|
Ich war gespannt, was mich erwartete. Ich hatte mich
schlicht und ergreifend deshalb angemeldet, weil ich
neugierig war. Neugierig auf die Frage, auf welche Art und
Weise ich mich Gott am liebsten annähere. Natürlich hatte
ich gewisse Verdachtsmomente. Meine Vorliebe für Taizé
ebenso wie die zahlreichen Bibelübersetzungen in meinem
Haushalt. Aber als ich dann da saß und mich einschätzen
sollte, war ich doch zunehmend verwirrt. Da saß ich nun
zwischen Frère Roger (mystischer Stil), Benedikt XVI
(rationaler Stil) und Martin Luther (bibelorientierter Stil)
und ich wusste nicht, wohin. Schließlich habe ich mich für
den rationalen Stil entschieden, was sehr erhellend war.
Denn es waren durchaus nicht alle in der Gesprächsgruppe aus
den selben Gründen an diesem Stil interessiert wie ich. Es
war interessant, von ihren Zugängen zu erfahren. Überhaupt hat mir der Tag nicht nur in Bezug auf meinen eigenen Glaubensstil geholfen klarer zu sehen, sondern vor allem zu begreifen, dass andere in der Gemeinde ganz anders ticken als ich. Und warum sie so ticken. Wir sind gemeinsam getrennte Wege gegangen und das war schön. Vor allem, als nach der praktischen Phase von den anderen Gruppen berichtet wurde. Gegenseitiges Händewaschen kann man als geistliche Erfahrung toll finden? Innerlich schüttelte es mich, aber ich begriff, dass man das auch anders sehen kann. Ich hoffe, dass wir gemeinsam im Gespräch bleiben über unseren Glauben und wie wir glauben. Ich wünsche mir, dass dieser Tag erst der Anfang war. M. W. |


Die Bücher zur Natürlichen Gemeindeentwicklung finden Sie uns unserem Online-Shop.